Zum Inhalt springen
DateiFix

Wissen

JPG, PNG, WebP oder AVIF – welches Bildformat wann?

Vier Formate, die dasselbe zu können scheinen – und sich in genau drei Punkten unterscheiden: Transparenz, Dateigröße und die Frage, wo sich die Datei später überhaupt öffnen lässt.

Zuletzt aktualisiert am

Die vier Formate in je einem Satz

  • JPG (auch JPEG): der universelle Foto-Standard. Verlustbehaftet, keine Transparenz, läuft ausnahmslos überall.
  • PNG: verlustfrei und mit Transparenz. Ideal für Grafiken, Screenshots und Logos, für Fotos unnötig groß.
  • WebP: kann beides – verlustbehaftet wie JPG oder verlustfrei wie PNG – und ist dabei meist deutlich kleiner. Alle aktuellen Browser zeigen es an, viele Programme außerhalb des Browsers nicht.
  • AVIF: das jüngste der vier. Nochmals kleiner als WebP bei vergleichbarer Qualität, mit Transparenz, aber der schwächsten Unterstützung außerhalb aktueller Browser.

Der direkte Vergleich

JPGPNGWebPAVIF
Transparenzneinjajaja
Kompressionverlustbehaftetverlustfreibeides möglichbeides möglich
Typische Größe (Foto)100 %300–800 %60–75 %40–60 %
UnterstützungüberallüberallBrowser ja, Software teilsBrowser ja, Software selten
Stärke beiFotosGrafik, Text, TransparenzFotos und Grafik im Webkleinsten Dateien
Die Größenangaben beziehen sich auf dasselbe Foto bei visuell vergleichbarer Qualität – JPG als Bezugswert 100 %.

Fotos: JPG ist die sichere Wahl, WebP und AVIF sparen mehr

Für ein Foto, das per Mail verschickt, ausgedruckt, in ein Formular hochgeladen oder in einer beliebigen Software geöffnet wird, ist JPG weiterhin die Wahl ohne Risiko. Nichts weigert sich, ein JPG zu öffnen.

Für Bilder, die ausschließlich im Web angezeigt werden, lohnt WebP oder AVIF: Bei gleicher wahrgenommener Qualität landen dieselben Fotos oft bei 40 bis 75 Prozent der JPG-Größe. Bei einer Seite mit zwanzig Produktbildern ist das ein echter Unterschied in der Ladezeit.

Grafiken, Screenshots und Logos: PNG

Überall dort, wo harte Kanten und flächige Farben vorkommen – Screenshots, Diagramme, Logos, Bilder mit Text –, ist verlustbehaftete Kompression sichtbar schädlich: Um Buchstaben und Linien entstehen Schlieren. PNG speichert diese Bilder verlustfrei und wird dabei sogar klein, weil gleichfarbige Flächen effizient zusammengefasst werden.

Die gleiche Logik gilt für WebP und AVIF in ihrer verlustfreien Variante. Wer PNG-Grafiken fürs Web verkleinern will, ist mit PNG in WebP meist gut bedient – Transparenz bleibt dabei erhalten.

Transparenz: der häufigste Stolperstein

JPG kennt keine Transparenz. Wandelst du ein transparentes PNG in JPG um, müssen die durchsichtigen Bereiche eine Farbe bekommen – üblicherweise Weiß. Auf weißem Hintergrund fällt das nicht auf, auf farbigem sofort: Das Logo bekommt einen weißen Kasten.

Braucht ein Bild Transparenz, kommen nur PNG, WebP oder AVIF infrage. Braucht es keine, ist JPG oft die kleinere und kompatiblere Datei.

Wo WebP und AVIF heute noch scheitern

Browser sind nicht das Problem – alle aktuellen zeigen beide Formate an. Probleme entstehen außerhalb: bei Fotodienstleistern und Druckereien, in Bewerbungs- und Behördenportalen, in älterer Bildbearbeitung, in Office-Dokumenten und in manchen Vorschau- und Verwaltungsprogrammen. Wer eine Datei weitergibt und nicht weiß, womit sie geöffnet wird, fährt mit JPG oder PNG sicherer.

Deshalb ist der Weg zurück genauso wichtig wie der Weg hin: WebP in JPG und AVIF in JPG lösen genau diesen Fall.

Mehrfach umwandeln kostet Qualität

Jede Umwandlung zwischen zwei verlustbehafteten Formaten komprimiert neu. Ein JPG, das über WebP nach AVIF und wieder zurück nach JPG wandert, trägt vier Kompressionsdurchgänge – sichtbar besonders an Kanten und in gleichmäßigen Flächen.

Praktische Regel: Wandle immer von der bestmöglichen Quelle aus, nicht von einer bereits umgewandelten Zwischendatei. Und wandle nicht zwischen zwei modernen Formaten hin und her, wenn du nicht musst – der Größenvorteil von WebP zu AVIF ist klein, der Qualitätsverlust durch die zweite Kompression aber real.

Kurz zusammengefasst

Foto zum Weitergeben oder Drucken: JPG. Grafik, Screenshot oder Transparenz: PNG. Bild ausschließlich fürs Web: WebP, bei maximalem Sparwillen AVIF. Und wenn eine Datei sich irgendwo nicht öffnen lässt, ist die Umwandlung zurück nach JPG oder PNG fast immer die Lösung.

Häufige Fragen

Ist WebP immer kleiner als JPG?

In den meisten Fällen ja, aber nicht garantiert. Bei bereits stark komprimierten JPGs oder sehr kleinen Bildern kann WebP gleich groß oder sogar größer ausfallen. Deshalb zeigt DateiFix nach jeder Umwandlung die tatsächliche Vorher-Nachher-Größe an, statt eine Ersparnis zu versprechen.

Verliere ich Qualität, wenn ich PNG in JPG umwandle?

Ja, technisch immer – PNG ist verlustfrei, JPG nicht. Bei Fotos ist der Unterschied bei guter Qualitätsstufe nicht zu erkennen, bei Screenshots, Text und Logos dagegen sofort. Für solche Motive lohnt sich der Wechsel zu JPG in der Regel nicht.

Soll ich meine gesamte Bildersammlung nach AVIF umwandeln?

Eher nicht. Der Platzgewinn ist real, aber du tauschst ihn gegen Kompatibilität ein und komprimierst jedes Bild ein weiteres Mal. Sinnvoller ist AVIF für Bilder, die gezielt fürs Web ausgeliefert werden – mit dem Original als Archiv im Hintergrund.

Passende Tools bei DateiFix

Weiterlesen